Open_Call_Stipendienstätte_der_Zukunft.jpg

„Ja, mach nur einen Plan“ – zwei Stipendien zum Thema Stipendienstätte der Zukunft 2.0

Die Künstlerhäuser Worpswede schreiben für den Sommer 2022 zwei Stipendien zum Thema Stipendienstätte der Zukunft 2.0 aus. 

Bereits im vergangenen Jahr, welches unter dem Titel „Erst Denken, dann Bauen“ lief, haben wir mit unseren Quartals-Stipendien dazu aufgerufen, sich mit dem Thema der Stipendienstätte der Zukunft auseinanderzusetzen. Diesen Prozess wollen wir weiterführen und mit dem Projekt „Ja, mach nur einen Plan“ im Rahmen des Trias-Stipendien Programmes weitere Stipendien vergeben.                                                                             

Denn genau an diesem traditionsreichen Ort Worpswede wollen wir einen Prozess anstoßen, bei dem es darum gehen soll, Zukunftsfragen zur Kunstproduktion zu stellen. 

Wenn der Fokus im vergangenen Jahr noch stärker auf den Bedingungen, den Formaten und den Inhalten einer zukunftweisenden, nachhaltigen Stipendienstätte lag, so steht in diesem Jahr das Gebäude unserer Stipendienstätte selbst im Zentrum der Auseinandersetzung.      

Dabei sollen die entwickelten Inhalte in konkrete Entwürfe und Handlungsstrategien zur Umsetzung überführt werden. 1:1 können räumliche Experimente durchgeführt werden und mit unterschiedlichen Praktiken und Methoden Teil eines Transformationsprozesses werden. 

Das Überthema Stipendienstätte der Zukunft wird um drei Säulen ausdifferenziert, die miteinander in Verbindung stehen, jeweils aber einen anderen Schwerpunkt verfolgen. Dieses „triadische“ Format schlägt die Kategorien KontextGebäude und Substanz vor und fordert in einem Open Call, der sich an alle Praktizierenden richtet (konzeptuell Denkende, räumlich Praktizierende, oder Materialexperimentierende), dazu auf, sich mit spezifischen Projektvorhaben zu einem dieser Themenfelder zu bewerben.

Künstlerduos und Arbeitskollektive sind willkommen; Lebenspartner*innen sowie gemeinsame Kinder (bei Zuzahlung von Nebenkosten) ebenfalls.

Die künstlerische Leitung der Künstlerhäuser begleitet den Prozess und dokumentiert ihn in einer Publikation. Sie initiiert Begegnungen zwischen den Stipendiat*innen, fördert den Austausch und Dialog über das Ergebnis und die Erfahrungen und veranstaltet am Ende des Projektes in Worpswede eine öffentliche Präsentation der Arbeiten.

Was bieten die Künstlerhäuser:

  • Ein (miet- & nebenkostenfreies) Wohn- und Arbeitsatelier von ca. 35 qm plus einem getrennten Schlafraum sowie einer Basis-Ausstattung (Küchenzeile, eigenes Bad mit WC)
  • Lebenskostenunterstützung von Euro 3.000 pro Monat (gefördert durch die Karin & Uwe Hollweg Stiftung)
  • Ruhige und inspirierende Arbeitsatmosphäre am Rande des Teufelsmoores im geschichtsträchtigen Künstlerdorf Worpswede
  • Kontakte und Netzwerkverbindungen zu anderen lokalen und internationalen Künstler*innen 
  • Zugang (in der Ortsmitte Worpswedes) zu einer Druckwerkstatt „Die Künstlerpresse“ und Werkstattnutzung in der „Atelierhausgemeinschaft“
  • Ausstellungsmöglichkeit im Projektraum „Albert Hall“ sowie in der „Großen Kunstschau Worpswede“ 

Bewerbungsvoraussetzungen

  • Die Bewerbung ist offen für alle Praktizierenden (Künstler*innen, Architekt*innen, etc.)
  • Bewerbung mit einem konkreten Arbeitsvorhaben vor dem thematischen Hintergrund einer Stipendienstätte der Zukunft einer der Säulen:
    • Kontext
    • Gebäude
    • Substanz
  • Fragen im Hintergrund könnten sein:
    • welchen Bedingungen unterliegt die Produktion von Kunst?
    • wie sieht der ideale Ort aus, an dem Kunst entstehen kann? 
    • welche Rolle spielt die Umgebung (Stadt vs. Land etc.)?
    • wie müssen zeitgemäße Förderstrukturen aussehen? 
  • Bereitschaft, einen Monat in Worpswede zu arbeiten und in den Künstlerhäusern zu leben, sowie 1 Woche Vor- und Nachbereitung vor Ort. Der genaue Zeitpunkt wird individuelle abgestimmt, bewegt sich aber in dem Zeitraum zwischen Anfang Juli und Ende September 2022.
  • Bereitschaft zum Austausch mit anderen Stipendiat*innen
  • Mitorganisation und Teilnahme an einer öffentlichen Veranstaltung
  • Sprachkenntnisse in deutsch und englisch
  • Es besteht keine Altersbeschränkung

Bewerbungsunterlagen (deutsch oder englisch):

  • Projektvorschlag bzw. Arbeitsvorhaben zu: Stipendienstätte der Zukunft 2.0 / Kontext / Gebäude / Substanz
    • Ausgangsüberlegungen
    • Projektschritte (Meilensteine)
    • Ergebnis 
  • Persönliches Portfolio 
    • Auswahl bisheriger Arbeiten als pdf-Datei, max. 8 Mb.
  • Tabellarischer Lebenslauf

Bewerbungsprozess

Die Vergabe der Stipendien wird durch eine fachkundige und unabhängige Jury vorgenommen, die nach Ende der Bewerbungsfrist bekannt gegeben wird. 

Einsendeschluss der elektronischen Unterlagen ist der 31. Mai 2022 an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die Bekanntgabe der Kandidati*innen erfolgt Anfang / Mitte Juni 2022.