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DAS FORUM

Möglichkeitsraum

Einzig für ein Foto erstrahlte es in hellem Glanz: Das Forum.

GRUNDSÄTZLICHES ZUM FORUM

1) Das sogenannte „Forum“ der Künstlerhäuser Worpswede ist ein temporäres Gebäude. Es wurde im Zusammenhang des Projektes „Die Kolonie“ von Künstlern und Worpsweder Bürgern gemeinsam errichtet. Es ist ein markantes, einfaches Zeichen in der Landschaft.

2) Die Ursprungsidee des Forums war eine gemeinsam gebaute utopische Architektur. Das Gebäude sollte neues gemeinschaftliches Handeln möglich machen. Anstelle der fünf Ateliers der Künstlerhäuser und darin isoliert arbeitender Künstler, ging es darum, einen Möglichkeitsraum zu schaffen. Die einfache Struktur unterstreicht dieses Ziel. Die Architektur gibt keine Funktion vor: Sie ist kein Atelier, kein Ausstellungsraum, keine Begegnungsstätte. Umgekehrt kann sie genau für solche Funktionen benutzt werden. Das Gebäude ist eine leere Hülle, die mit Leben gefüllt werden kann und darauf wartet.

3) Ziel der Künstlerhäuser ist die Ermöglichung von künstlerischer Arbeit durch Aufenthaltsstipendien. Künstler arbeiten für eine begrenzte Zeit in einer anregenden Umgebung. Im Laufe der Zeit haben sich künstlerische Arbeitsformen und damit auch die Stipendien geändert. Rückzug und Konzentration sind ein Aspekt, gesellschaftlicher Austausch bis hin zur Gruppenarbeit sind ein anderer Aspekt heutiger künstlerischer Arbeit. Ursprünglich lag die Betonung der Künstlerhäuser – mit Stipendien von bis zu 12 Monaten – auf dem Rückzug. In den letzten Jahren wurden die Künstlerhäuser daneben auch immer wieder zu einem Begegnungsort. Künstler wurden zu kurzen Festivals eingeladen. Auch Akademieklassen besuchten die Künstlerhäuser auf Projektbasis, sodass sich ein produktives Nebeneinander von unterschiedlichen künstlerischen Praktiken entwickelte.

4) Für seine Zukunft zielt der Verein Künstlerhäuser Worpswede auf die Verstetigung von Aufenthaltsstipendien und auf die Ermöglichung von Begegnung. Im Idealfall bedeutet dies, dass ein Rückzugsort für die Kunst sich temporär öffnen kann. Der Wechsel zwischen Rückzug und Öffnung sollte organisch stattfinden also in einem selbstverständlichen Bezug zu den anwesenden Künstlern und dem Worpsweder Kontext (Projekte, Festivals usw.).

5) In dieser Zukunftsvision gilt es das Forum als provisorischen Möglichkeitsraum zu bewahren und zu entwickeln. Das Forum wird dann verstanden als der zu besonderen Anlässen zu betretende Übergangsraum zwischen dem Rückzugsort Künstlerhäuser als Produktionsstätte und dem besonderen Umfeld. Die Wohn- und Arbeitsgelegenheiten in den direkt benachbarten festen Häusern bleiben davon unberührt. Sie ergänzen das Forum als notwendiger Bezugsraum.

6) Kunst ist immer auch ein Experimentierfeld. Das gilt in gleicher Weise für die Arbeitsräume von Künstlern. Experimente brauchen Zeit - und in der Erwartungshaltung: Geduld. Darum bittet der Verein der Künstlerhäuser Worpswede e.V., über einen Zeitraum von weiteren vier Jahren Erfahrungen mit dem Forum als „Möglichkeitsraum“ sammeln zu dürfen. Es gilt zu beweisen, dass mit dem Forum tatsächlich eine ganz singuläre und auch damit für Worpswede typische Form für künstlerische Entfaltung und Entwicklung geschaffen ist.
Der Vorstand der Künstlerhäuser Worpswede e.V.

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